Innovation fördern - Nachhaltigkeit sichern

Historie

„Wir haben uns mit PPP beschäftigt, als diese Art der Realisierung öffentlicher Infrastrukturvorhaben in Deutschland weder in der Forschung noch in den Medien präsent war“, sagt Tanja Kessel, heute geschäftsführende Gesellschafterin von PSPC. Sie ist Pionierin auf diesem Gebiet: Als in den 1990er Jahren in der Nähe Lissabons die Vasco da Gama-Brücke über den Tejo gebaut wurde, reiste sie als Studentin der Technischen Universität Berlin (TU) nach Portugal, interviewte dort Beteiligte und schrieb unter anderem darüber ihre Diplomarbeit. „Es war klar, dass es für öffentliche Projekte neue Finanzierungsmodelle außer den in Deutschland damals üblichen Leasingmodellen geben musste“, sagt sie.

Der Grundstein: Drei Professoren gründen 2001 PSPC

Deshalb ging Tanja Kessel in der TU auf Professor Bernd Kochendörfer zu, der auch mit Professor Dieter Jacob von der Universität Bergakademie Freiberg in engem Kontakt stand – und zusammen initiierten sie erste PPP-Forschungsprojekte. „Das PPP-Thema und die Ost-West-Forschungskonstellation waren damals unorthodox”, sagt Kessel. Genauso unorthodox - nämlich “hemdsärmelig und locker”, so Kessel, war die Arbeitsweise. “Aber unsere Ergebnisse sind heute noch Grundlagen im PPP-Bereich.”

Bei dem ersten von PSPC organisierten Symposium hielt TU-Präsident Professor Hans-Jürgen Ewers die Eröffnungsrede - und fand das Thema ebenfalls spannend. Zu PPP-Enthusiasten geworden, gingen Ewers, Jacob und Kochendörfer als PSPC-Gründungsgesellschafter 2001 zum Notar. Kessel wurde Prokuristin.

Die Kontinuität: Partner aus der ersten Stunde prägen heute PSPC

Bereits im ersten PPP-Projekt - es ging um eine Sanierung und einen Neubau für eine Schule in Witten - arbeiteten Dr. Jan Miksch sowie Hans-Wilhelm Käsewieter mit. Alle zwei sind heute in der Geschäftsführung der PSPC tätig – ein Beleg für die Kontinuität und Verlässlichkeit unseres Unternehmens.

Das Team war erfolgreich: Noch während des Wittener Projektes erhielten Kessel und ihre Kollegen den Zuschlag zum zweiten Projekt: wieder eine Schule, dieses Mal in Leverkusen. „Dabei stachen wir als kleine Uni-Ausgründung internationale Consulting-Unternehmen aus – das war der Durchbruch“, sagt Kessel.

Der Erfolg: Starkes Wachstum durch Engagement und Nähe zum Kunden

PSPC wuchs in der Vergangenheit im Umsatz und Gewinn jährlich zwischen sieben und zwölf Prozent. „Unsere Reputation ist vor allem das Resultat des sehr hohen Engagements und der zahlreichen innovativen Ideen unserer Mitarbeiter“, sagt Kessel.

Die Zukunft: Chancen für neue Realisierungsmodelle

Kessel ist optimistisch: „Alternative Finanzierungs- und Realisierungsmodelle sind in Deutschland notwendiger als je zuvor“, sagt sie.

Viele Bauvorhaben müssten nun umgesetzt werden, gleichzeitig seien die Steuereinnahmen in den Kommunen und Ländern aber wegen der Wirtschaftsflaute gering. Deshalb hält der Trend an, auf private Unternehmen als Partner zu setzen: „Das Land Hessen zum Beispiel baut keine öffentlichen Gebäude mehr selbst, sondern will sie nur noch mieten“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin.

Private Unternehmen optimieren ihre Immobilien-Investments

Außerdem wollten auch viele Unternehmen ihre Immobilienprojekte effizienter, strukturiert und nachhaltig ausrichten: „Private nutzen unser Wissen, um ihre Immobilien-Investments zu optimieren und zukunftsfähig zu machen”, sagt Tanja Kessel.

Ein weiteres Beratungsfeld für PSPC sieht Tanja Kessel in der Begleitung der Unternehmen, die sich im PPP-Markt engagieren.

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